Scheibenverklebung in Fahrzeugen
Bis in die 1970er-Jahre wurden Windschutzscheiben standardmäßig mit Gummiprofilen an der Karosserie befestigt. Das änderte sich, als man feststellte, dass die Verklebung direkt an der Karosserie nicht nur dem Design zugute kam, sondern auch die Torsionssteifigkeit des Fahrzeugs erhöhte. Darüber hinaus hat diese Entwicklung auch den Fahrkomfort, die Sicherheit der Insassen und die Entwurfsfreiheit verbessert.
Heute werden Scheiben in den unterschiedlichsten Fahrzeugen durch Verklebung befestigt, vom Lkw über Wohnmobile, Busse und Eisenbahnwaggons bis hin zu Wasserfahrzeugen. Zugleich wurden aber auch die im Fahrzeugbau verarbeiteten Werkstoffe immer komplexer. So werden heute Aluminium und Stahl, Verbundwerkstoffe und Kunststoffpaneele kombiniert, um Gewichtseinsparungen zu realisieren und die Entwurfsfreiheit zu vergrößern. Dies alles stellt hohe Anforderungen an den Klebstoff: er muss nicht nur eine hohe Festigkeit aufweisen, sondern auch bleibend flexibel und gegen Temperaturschwankungen und Materialbewegungen beständig sein.