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Alles, was Sie über Haftung wissen müssen

Jedes Produktionssegment, einschließlich der Industrie für Klebstoffe für die Schaumstoffverklebung, verfügt über seine eigene Terminologie. Jeder, der mit Klebstoffen für die Schaumstoffverklebung arbeitet, trifft auf spezifische Begriffe, die verwechselt oder falsch verstanden werden können. Dieser Artikel beschreibt einige Begriffe in Bezug auf „Haftung“. Wir erklären, was „Anfangshaftung“ bedeutet und erläutern Begriffe wie „Kriechen“ und „Aushärten“.

Haftung verstehen

Was ist Haftung? Haftung ist die Eigenschaft eines Klebstoffs, die direkt nach dem Zusammenfügen von Klebstoff und Substrat unter geringem Druck eine Verklebung in messbarer Stärke (Haftfestigkeit) bildet. Für Klebstoffe von SABA bedeutet Haftung eine Kombination aus drei Eigenschaften:

  1. Kontaktfähigkeit
  2. Anfangshaftung
  3. Anfangsfestigkeit

1. Kontaktfähigkeit (Grünfestigkeit) Kontaktfähigkeit wird manchmal auch als Grünfestigkeit bezeichnet und ist der Hinweis auf die Haftfähigkeit im ersten Moment des Kontakts, wenn zwei mit Klebstoff bestrichene Substrate miteinander verklebt werden. Hohe Kontaktfähigkeit bedeutet eine einfache Montage der Substrate. Kontaktfähigkeit zeigt sich, wenn nach dem ersten Kontakt „Beine“ sichtbar sind.
 

2. Anfangshaftung

Anfangshaftung ist die Fähigkeit eines Klebstoffs, direkt an einem Substrat zu haften. Wenn die Anfangshaftung gering oder unzureichend ist, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Klebstoff nicht die beste Wahl für eine bestimmte Anwendung ist.
 

3. Anfangsfestigkeit

Anfangsfestigkeit ist die Fähigkeit eines Klebstoffs, unter Spannung die Verklebung direkt zu halten. Diese Fähigkeit ist auch abhängig von Zeit und Druck, z. B. bei Einsatz einer Presse während des Verklebungsprozesses.

Kontaktfähigkeit zeigt sich, wenn nach dem ersten Kontakt „Beine“ sichtbar sind.
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Montagehaftung

Montagehaftung ist die Haftfähigkeit der verklebten Substrate nach dem manuellen Hinzufügen von Druck. Die Montagehaftung ist Teil der Anfangsfestigkeit. Bei SABA wird die Montagehaftung von Klebstoffen auf Wasserbasis in N/cm2 (ein Newton pro Quadratzentimeter (N/cm²) ist die metrische Einheit für Druckbelastung) gemessen, indem verklebte Schaumteile bei einer bestimmten Mindesttiefe für kurze Zeit gepresst werden.

Kriechen

Ein wichtiger Indikator für eine gute Haftung ist das Testen der „Kriechbeständigkeit“. Die Definition von „Kriechen“ ist die zeitabhängige Deformation eines Materials, das einer konstanten Last (Belastung) ausgesetzt wurde; dies tritt auf nach einer ursprünglichen elastischen Deformation, verursacht durch die ursprüngliche Belastung. Üblicherweise ist der Klebstoff bei der Klebung das Element, das einer Deformation durch Kriechen ausgesetzt ist, und nicht das Substrat an sich. Der Umfang des Kriechens zeigt, ob eine Verklebung stark genug ist, um einer konstanten Kraft dauerhaft zu widerstehen. Wenn ein Klebstoff für die Aufgabe geeignet ist, wird es nicht zu einem Kriechen kommen.

Aushärten

Aushärten ist ein Begriff in der Polymer-Chemie und der Verfahrenstechnik, der sich auf die Verfestigung oder das Aushärten eines Polymer-Werkstoffs durch Vernetzung der Polymerketten bezieht. Bei SABA reagieren die meisten Klebstoffe nicht durch Vernetzung, sondern durch Koagulation oder Verdampfung. Der Begriff Aushärten wird häufig in der Branche verwendet, obwohl dies formell betrachtet nicht die korrekte Bezeichnung ist, da es mit der Definition des Trocknens verwechselt wird. Wir haben kürzlich einen Artikel über die Unterschiede zwischen Trocknen und Aushärten veröffentlicht.

Möchten Sie weitere Informationen zur Haftung oder zu anderen Begriffen erhalten? Unsere Klebstoff-Experten sind für Sie da. Wenden Sie sich bitte an SABA, indem Sie anrufen unter +31 (0)315 658 999 oder indem Sie eine E-Mail senden an foam@saba-adhesives.com.

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